IPACS

PAPI Anflug

Wenn du mit dem Aerofly FS Landungen trainierst, hast du dich bestimmt schon einmal im Anflug verschätzt und bist entweder viel zu hoch an der Pistenschwelle herausgekommen oder musstest den Schub erhöhen, um nicht viel zu tief anzufliegen. Um in einem gleichmäßigen Sinkflug an eine Landebahn heranzufliegen, braucht es kein GPS oder ein modernes Instrumenten-Lande-System (ILS). In diesem Tutorial zeigen wir dir, wie du mithilfe der PAPI-Lights rechtzeitig erkennst, ob du zu hoch oder zu tief im Endanflug bist.

Noch bevor moderne Assistenzsysteme in Cockpits Einzug hielten, mussten Piloten ihre Sinkrate ausschließlich nach Gefühl, Erfahrung und einfachen optischen Orientierungspunkten steuern.

Um das Landen sicherer und präziser zu machen, wurden schon früh spezielle optische Hilfen entwickelt, die den korrekten Gleitpfad zur Landebahn anzeigen. Eines dieser Systeme ist das PAPI-System (Precision Approach Path Indicator), das wir dir in diesem Tutorial vorstellen.

Die vier neben der Startbahn

PAPI-Lichter sind ein neben der Landebahn am Boden installiertes, optisches Leitsystem, das dir hilft, während des Endanflugs die richtige Flughöhe einzuhalten. Das System besteht aus vier nebeneinander angeordneten Leuchten direkt neben der Landebahn. Du findest dieses System an allen größeren Flugplätzen im Aerofly FS. Um im Anflug die farbigen Lichtkegel anfänglich besser zu erkennen, kannst du die Tageszeit auf Dämmerung einstellen.

Eine Leuchte - zwei Farben

Betrachten wir zunächst nur eine der vier Leuchten des PAPI-Systems: Ist das Flugzeug zu hoch, sieht der Pilot in einen weißen Lichtkegel. Ist er zu tief, blickt er in den unteren, roten Bereich. Die Grenze zwischen den Farbkegeln ist der optimale Gleitpfad, und standardmäßig hat diese Farbgrenze einen Winkel von 3 Grad.

Eine einzelne Leuchte würde aber nur die Info „zu hoch“ oder „zu tief“ übermitteln. Ein gleichmäßiger Sinkflug wäre damit kaum möglich, da du bei jedem Farbwechsel sofort korrigieren müsstest. Der Anflug würde schnell zu einem ständigen Auf und Ab werden.

Vier Leuchten für einen Gleitpfad

Damit sich deine Passagiere im Endanflug so richtig wohlfühlen, kommen nun die drei weiteren Leuchten des PAPI-Systems ins Spiel. Alle vier Lampen senden ihren zweifarbigen Lichtkegel in gestaffelten Winkeln aus. Bist du deutlich über dem Gleitpfad, siehst du an alle vier Leuchten den oberen, weißen Lichtkegel. Bist du viel zu tief, siehst du viermal Rot.

Befindet sich das Flugzeug hingegen in der perfekten Mitte des Gleitpfad, siehst du zwei weiße und zwei rote Leuchtkegel. Dank dieser Staffelung der vier PAPI-Bodenlichter kannst du jetzt deinen Anflug viel ruhiger und präziser korrigieren als das mit nur einer einzigen Leuchte möglich wäre.

2 Red – 2 White – You are right!

Für den Anfang ist es ideal, wenn du nie länger vier weiße (zu hoch) oder vier rote Lichter (zu tief) siehst. Dann bist du auf dem besten Wege, mit der richtigen Speed und dem richtigen Sinken bis an die Piste heranzufliegen und dich mit einer perfekten Landung zu belohnen.

2 Red – 2 White – You are right!